Mehr als 450 Fälle an Schulen seit Schulbeginn

An den Schulen hat es in den ersten beiden Wochen des Unterrichtsjahrs 455 Coronavirus-Fälle gegeben. Das teilte das Bildungsministerium gestern in einer Aussendung mit. 372 davon betrafen Schülerinnen und Schüler, 58 Lehrkräfte und 25 Verwaltungsbedienstete. Dazu kommen noch rund 3.600 Verdachtsfälle.

Die meisten bestätigten Infektionen gab es in Wien, gefolgt von Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol, Vorarlberg, Salzburg, der Steiermark und dem Burgenland. Auch Kärnten meldete mittlerweile als letztes Bundesland den ersten positiv getesteten Schüler.

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Ministerium startet Pilotprojekt in Wien

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland hat das Schuljahr bereits eine Woche früher begonnen. Entsprechend viele Schulen in den drei Bundesländern sind mit Verdachtsfällen konfrontiert. In den vergangenen Tagen hatte es von Eltern-und Lehrerseite und auch von ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann Kritik an der langen Wartezeit auf Tests bzw. deren Ergebnisse gegeben, insbesondere in Wien.

Letzterer starte daher in Zusammenarbeit mit Schulärzten ein eigenes Pilotprojekt in der Bundeshauptstadt, berichteten mehrere Medien. Mobile Teams sollen an den Schulen Verdachtsfälle bzw. unmittelbare Kontaktpersonen testen. Die Probe soll mit der Gurgelwassermethode genommen werden. Dabei wird kein Nasen-Rachen-Abstrich gemacht, sondern eine knappe Minute gegurgelt. Ergebnisse sollen – je nach Uhrzeit – noch am selben Tag oder am Tag darauf vorliegen.

Davon unabhängig soll Ende September das vom Ministerium zum Schulstart angekündigte regelmäßige Monitoring starten. Alle drei, vier Wochen werden dabei 15.000 Schüler und 1.200 Lehrer zum Gurgeln antreten. So will man – unabhängig von „akuten“ Fällen – einen Überblick über die Infektionslage erhalten.