Putin schlägt Verlängerung von New-START-Abkommen vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine Verlängerung des New-START-Abkommens zur atomaren Abrüstung um ein Jahr ohne Vorbedingungen angeboten.

Er schlage vor, das bestehende Abkommen mit den USA um mindestens ein Jahr zu verlängern, um umfassende Verhandlungen zu ermöglichen, sagte Putin heute in Moskau. New START ist das letzte verbliebene nukleare Abrüstungsabkommen zwischen den USA und Russland und läuft im kommenden Februar aus.

Vor wenigen Tagen hatten die USA gesagt, es gebe eine grundsätzliche Einigung mit Russland auf eine Verlängerung. Allerdings machte US-Unterhändler Marshall Billingslea eine Begrenzung oder ein „Einfrieren“ des russischen Atomarsenals zur Bedingung. Das lehnte Moskau als „inakzeptabel“ ab.

In dem Abrüstungsabkommen hatten sich Russland und die USA verpflichtet, die Zahl ihrer Atomsprengköpfe auf maximal 1.550 zu reduzieren – etwa 30 Prozent weniger als im Vorgängervertrag SORT von 2002. Washington und Moskau hatten im Juni eine erste Verhandlungsrunde über die Zukunft von New START ohne greifbare Ergebnisse beendet. Die US-Regierung pocht auf eine Beteiligung Chinas an den Abrüstungsgesprächen.