Schwangere in Berufen mit Körperkontakt werden freigestellt

Schwangere, die bei der Arbeit physischen Kontakt mit anderen Personen haben, sind künftig ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche bei voller Lohnfortzahlung freizustellen. Das hat nach Angaben der Parlamentsdirektion der Sozialausschuss des Nationalrats gestern auf Initiative der Koalitionsparteien mit breiter Mehrheit beschlossen.

Voraussetzung für die Freistellung ist, dass weder eine Änderung der Arbeitsbedingungen noch die Zuweisung eines anderen Arbeitsplatzes ohne Körperkontakt möglich ist. Der Arbeitgeber soll im Gegenzug die Lohnkosten, inklusive Lohnnebenkosten, von der Krankenversicherung ersetzt bekommen. Gelten soll die Regelung vorerst bis 31. März 2021.

Von der Regelung sollen den Parlamentsangaben zufolge etwa Friseurinnen, Stylistinnen, Kosmetikerinnen, Physiotherapeutinnen, Kindergärtnerinnen und teilweise auch Lehrerinnen profitieren. Ein fallweises Berühren während der Arbeit sei aber nicht umfasst, wie es in der Parlamentsaussendung weiter heißt. Begründet wird die Vorgansweise mit „neuen medizinischen Erkenntnissen, denen zufolge Schwangere, die an Covid-19 erkrankt sind, häufiger auf der Intensivstation aufgenommen werden müssen“.