CoV: Doppelt so viele Studierende psychisch belastet

Die psychische Belastung von Studierenden hat während des ersten Lockdowns im Frühjahr stark zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Psychologischen Studierendenberatung Innsbruck. Insgesamt litten 36 Prozent an Ängsten und ebenso viele an depressiven Verstimmungen – das ist fast doppelt so hoch wie zuletzt in einer 2018 veröffentlichten WHO-Untersuchung (19 Prozent) zu diesem Themenbereich.

Für die Langzeitstudie „StudentsCoWeD – Students’ Coping Strategies, Well-Being, and Distress during the Covid-19-Pandemic“ sollen im Semestertakt Befragungen durchgeführt werden. An der ersten Umfrage Anfang Mai bis Mitte Juni nahmen knapp 1.500 Studierende aus ganz Österreich online teil, der Großteil davon war zwischen 18 und 34 Jahre alt.

Durch eine derartig hohe psychische Belastung könnten die akademische Leistungsfähigkeit, das Immunsystem und die Lebenszufriedenheit leiden und somit das persönliche Potenzial der Studierenden nicht mehr ausgeschöpft werden, hieß es in einer Aussendung. Auffallend sei auch gewesen, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer über geringes subjektives Wohlbefinden berichteten.