Schwere Unwetter in Italien: Familien bei Modena evakuiert

Italien ist heute von schweren Unwettern heimgesucht worden. Schwierig war die Lage in der norditalienischen Provinz Modena, wo der Fluss Panaro über die Ufer trat. Dutzende Familien wurden im Raum zwischen den Ortschaften Gaggio und Nonantola evakuiert, berichteten italienische Medien. Die in Sicherheit gebrachten Personen wurden vom Zivilschutz versorgt und in einer Sporthalle untergebracht.

In Gosaldo in der Dolomiten-Provinz Belluno stürzte wegen des Unwetters eine Brücke ein. Niemand wurde verletzt. Der Pegel des Flusses Po, des längsten in Italien, stieg kräftig.

Schwierige Lage auch in Südtirol

Die starken Niederschläge und Unwetter machten auch vor Südtirol nicht halt. Aus der autonomen Provinz wurden Straßensperren, Erdrutsche und sonstige Schäden gemeldet. Die Lawinengefahr wurde in den meisten Regionen mit Stufe vier, also großer Gefahr, angesetzt. In Sexten herrsche jedoch mit Stufe fünf sehr große Lawinengefahr, berichtete das Landeswarnzentrum.

Zu einem Lawinenabgang kam es etwa nahe eines Hofes in St. Walburg in Ulten. Die Berufsfeuerwehr war mit Radlader und Schneefräse im Einsatz, verschüttet wurde niemand. 547 Anrufe waren in der Nacht bei der Notrufnummer 112 eingegangen. 1.400 Feuerwehrleute waren seit gestern Früh im Einsatz.

Schlechtwetterfront bis nach Süditalien

Die Schlechtwetterfront belastete auch Süditalien. So mussten die Fährverbindungen zwischen Neapel und den Inseln Ischia und Procida unterbrochen werden. Keine Fähren fuhren vorerst zwischen Sizilien und den Äolischen Inseln. Mit schlechtem Wetter wird auch in der kommenden Woche gerechnet.