Brasiliens Polizei beschlagnahmt riesige Menge illegales Holz

Der brasilianischen Bundespolizei ist bei einer Operation im Bundesstaat Para an der Grenze zum Amazonas ein rekordträchtiger Schlag gegen illegale Abholzung gelungen. Die Beamten hätten mehr als 131.000 Kubikmeter Holz sichergestellt, das entspreche 6.243 Lkw-Ladungen, hieß es in einer Mitteilung der Bundespolizei von gestern Abend (Ortszeit).

Noch nie in der Geschichte Brasiliens sei so viel illegales Holz auf einmal beschlagnahmt worden – der bisherige Rekord aus dem Jahr 2010 war laut dem Nachrichtenportal G1 gerade einmal bei der Hälfte gelegen. Der durchschnittliche Wert eines Kubikmeters Holz beträgt umgerechnet 62 Euro.

„Irrationale Abholzung“

Der Mitteilung zufolge wurden die Baumstämme entlang der Flüsse Mamuru und Arapiuns im Westen des Para sichergestellt. „Das ist ein Gebiet, das unter einer irrationalen Abholzung gelitten hat, die in keiner Weise als Forstwirtschaft bezeichnet werden kann“, zitierte die Zeitung „Folha de S. Paulo“ die Bundespolizei im Bundesstaat Amazonas.

Die Abholzung des Regenwalds im brasilianischen Amazonas-Gebiet hat zuletzt wieder stark zugelegt. Zwischen August 2019 und Juli 2020 seien in der Region 11.088 Quadratkilometer Dschungel abgeholzt worden, teilte die für die Überwachung des Regenwaldes zuständige Weltraumagentur INPE Anfang Dezember mit. Das entspricht rund 4.340 Fußballfeldern pro Tag oder drei Fußballfeldern pro Minute.