CoV-Ampel für Wien auf Orange gestellt

Nach Wochen ist Österreich auf der Coronavirus-Ampel nicht mehr komplett rot. Wien ist auf Orange herabgestuft worden.

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Trend in Gemeinden mehrheitlich rückläufig

Immer mehr Bezirke wandern unter die Grenze von 100 neuen CoV-Fällen pro 100.000 Einwohner, geht aus den Unterlagen der gerade tagenden Ampelkommission hervor. Das Bundesland mit dem Bestwert, was die reine Fallinzidenz angeht, ist aktuell das Burgenland vor Ober- und Niederösterreich. Bezieht man weitere Risikofaktoren ein, liegt Wien mit 65,6 am besten und damit schon recht nahe am Wunschwert der Regierung von 50.

Interessant ist ein gesonderter Blick auf Tirol, über dessen Isolierung wegen der sich ausbreitenden, vermutlich infektiöseren und möglicherweise impfresistenteren erstmals in Südafrika aufgetauchten CoV-Variante diskutiert wird. Das Land liegt ziemlich genau in der Mitte des Länderrankings (rohe Inzidenz 102,2) mit einem minimal sinkenden Trend.

Kärnten, Salzburg und Osttirol Schlusslichter

Problembundesländer bleiben Kärnten und Salzburg, die bei der rohen Inzidenz mit 121,5 bzw. 178,7 deutlich abfallen. Tamsweg im Salzburger Lungau ist trotz sinkender Tendenz weiter klar der Bezirk mit dem schlechtesten Wert (355,5), gefolgt vom Osttiroler Hauptort Lienz (287,3). Dahinter folgen Salzburger und Kärntner Bezirke wie Hallein bzw. Spittal an der Drau.

Wirft man einen genaueren Blick auf die Bezirke, hat Eisenstadt-Stadt mit 13,5 Prozent einen besonders niedrigen Wert. Dahinter folgen Lilienfeld und Waidhofen an der Ybbs. 63 Bezirke weisen einen sinkenden Trend auf, 35 einen steigenden.

Besser funktioniert mittlerweile die Suche nach der Quelle der Infektion. Bis auf Kärnten (38 Prozent) schaffen alle Länder eine positive Aufklärungsquote. Die meisten asymptotischen Fälle werden in Wien herausgefischt. Am wenigsten Positive unter den Getesteten gibt es im Burgenland (0,7 Prozent), am meisten in Salzburg (2,3 Prozent).