Antibetrugsbehörde warnt vor gefälschten Impfstoffen

Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF hat Regierungen in Europa vor falschen Angeboten von Covid-19-Impfstoffen gewarnt. „Wir hören Berichte von Betrügern, die den Verkauf von Impfstoffen an Regierungen in der gesamten EU anbieten“, teilte OLAF-Generaldirektor Ville Itälä heute in einer Aussendung mit. Diese Angebote kämen in verschiedenen Formen.

Zum Beispiel könnten Betrüger große Mengen an Impfstoff zum Verkauf anbieten, eine Probe liefern und mit der ersten Vorauszahlung in der Tasche verschwinden, so Itälä. Oder sie könnten gefälschten Impfstoff liefern. „Sie müssen so schnell wie möglich gestoppt werden“, so der Generaldirektor.

Bisher keine gefälschten Impfstoffe registriert

Aus diesem Grund schenke OLAF seine laufenden Ermittlungen gegen den illegalen Handel von Covid-19-Impfstoffen besondere Beachtung, kündigte Itälä an. Die Behörde werde von nun an aktiv Berichte über Betrugsversuche mit „vertrauenswürdigen Partnern in der EU, den Mitgliedsstaaten und der ganzen Welt“ teilen.

Am 19. März leitete OLAF offiziell eine Untersuchung gegen den illegalen Handel mit Gesichtsmasken, Medizinprodukten, Desinfektionsmitteln, Arzneimitteln und Testkits in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie ein.

Bisher habe das zur „Identifizierung von über 1.000 verdächtigen Betreibern und zur Beschlagnahmung oder Zurückhaltung von 14 Millionen Gegenständen geführt“, hieß es in der Aussendung. Gefälschte Impfstoffe seien bisher noch nicht registriert worden.