Boeing-Flugzeug mit Triebwerksproblemen notgelandet

In Moskau ist heute ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 777 nach Triebwerksproblemen notgelandet. „Während des Frachtfluges Nummer 4.520 von Hongkong nach Madrid wurde ein fehlerhafter Betrieb des Triebwerkskontrollsensors festgestellt“, teilte die Fluggesellschaft Rossija der Nachrichtenagentur AFP mit.

Daraufhin habe sich die Besatzung zu der Notlandung entschlossen. Alles sei „normal“ verlaufen, die Maschine werde nun zu Mittag (Ortszeit) nach Madrid fliegen.

Erst am Samstag war eine Passagiermaschine des gleichen Typs nach dem Brand eines Triebwerks in den USA notgelandet. Boeing rief daraufhin seine Kunden am Sonntag auf, 128 Maschinen des Typs mit einem Triebwerk des Herstellers Pratt & Whitney vorerst auf dem Boden zu lassen.

Die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA ordnete Untersuchungen an. Wegen des Brands waren Flugzeugteile auf ein Wohngebiet nahe der US-Großstadt Denver gestürzt. Die Passagiermaschine musste kurz nach dem Start notlanden. Verletzt wurde aber niemand.

Bußgeld in Millionenhöhe

Weitere schlechte Nachrichten für Boeing gab es gestern: Die FAA verhängte ein Bußgeld von insgesamt 6,6 Millionen Dollar (5,4 Mio. Euro), weil Boeing eine Reihe von Auflagen nicht umgesetzt habe – einige davon stammen bereits aus dem Jahr 2015. Der Chef der FAA, Steve Dickson, sagte, er habe die Führung von Boeing „immer wieder“ ermahnt, sie müsse die Sicherheit und die Umsetzung von Auflagen an erste Stelle setzen.

Die FAA wirft dem Konzern zudem vor, Druck auf Angestellte im Werk im Bundesstaat South Carolina ausgeübt zu haben, die dort im Februar 2020 im Auftrag der FAA eine Boeing 787 „Dreamliner“ überprüften. Mängel an Maschinen des Typs waren im Sommer 2020 entdeckt worden, Boeing musste Auslieferungen verschieben. Hierfür muss der Konzern 1,2 Millionen Dollar zahlen.