Rechtsstreit mit Meghan: Verlag muss 450.000 Pfund zahlen

Im Rechtsstreit von Herzogin Meghan gegen die „Mail on Sunday“ hat ein Londoner Gericht den Verlag zur Zahlung von zunächst 450.000 Pfund (rund 520.000 Euro) für die Kosten des Verfahrens verpflichtet. Das erklärte der zuständige Richter gestern bei einer virtuellen Anhörung am Londoner High Court.

Meghans Anwälte hatten zuvor eine Überbrückungszahlung von 750.000 Pfund innerhalb von zwei Wochen zur Abdeckung der rechtlichen Kosten gefordert – ebenso wie die Rückgabe von Kopien der von Meghan handgeschriebenen Briefe an ihren Vater. Die Briefe an Thomas Markle stehen im Zentrum des Rechtsstreits, da die Zeitung in mehreren Artikeln daraus zitiert hatte – wogegen Meghan geklagt hatte.

Die Herzogin hatte vor wenigen Wochen vor Gericht einen wichtigen ersten Erfolg gegen den Verlag errungen. Der Londoner Richter stimmte der Abkürzung des Verfahrens zu und gab ihrer Auffassung recht, dass durch die teilweise Veröffentlichung eines Briefs ihre Persönlichkeitsrechte verletzt worden seien. Der Verlag kündigte nun an, gegen die Abkürzung in Berufung gehen zu wollen. Der Richter erklärte, er halte es für unwahrscheinlich, dass ein anderes Gericht die Dinge anders bewerten würde. Letztlich müsse das jedoch das Berufungsgericht entscheiden.