Lockdown-Regelung bis Sonntag verlängert

Der Hauptausschuss des Nationalrats hat gestern seine – nötige – Zustimmung zur Verlängerung der derzeit geltenden CoV-Schutzmaßnahmen erteilt. Verlängert werden sie diesmal allerdings nicht, wie üblich, um zehn Tage, sondern nur um fünf, bis Sonntag. Denn Vorarlberg will mit Montag, 15. März, Lockerungsschritte setzen. Wie sie aussehen, wird derzeit noch verhandelt, also konnte die vierte Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung noch nicht entsprechend angepasst werden. Für den Hauptausschuss bedeutet das, dass er diese Woche noch einmal zusammentreten muss.

Anschober: Lage „deutlich besorgniserregender“

In Summe sei die Situation jetzt aber – wohl wegen der britischen Virusmutation – „deutlich besorgniserregender“ als beim letzten Ausschuss Ende Februar. Der negative Trend sei bereits in den Spitälern angekommen, sowohl bei der Zahl der Hospitalisierungen als auch bei den Intensivpatienten. Im Schnitt macht das Plus auf den Intensivstationen laut Minister 14 Prozent aus, in Ostösterreich sei es deutlich mehr.

Neue Besuchsregeln, negativer PCR-Test künftig 72 Stunden gültig

Am Mittwoch wird es dennoch österreichweit zwei punktuelle Lockerungen geben. Die vom Hauptausschuss mit den Stimmen der Koalitionsparteien beschlossene Novelle zur Schutzmaßnahmenverordnung erlaubt mehr Besuch in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und Kuranstalten: Ein Besucher pro Tag (plus zwei Kindern) ist zulässig, nicht mehr nur einer pro Woche, aber mit negativem Test und in der Regel FFP2-Maske. Und die „Gültigkeitsdauer“ für PCR-Tests ist auf 72 Stunden verlängert. Negative Antigen-Tests ermöglichen aber weiter nur 48 Stunden lang den Besuch von Spitälern, Friseuren oder Masseuren.

Aktuell (und abseits von Vorarlberg sicherlich auch über den Sonntag hinaus) gilt: Gastronomie und die Hotellerie bleiben geschlossen, der Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen ist untersagt. Geschäfte dürfen zwischen 6.00 Uhr und 19.00 Uhr öffnen – mit 20-Quadratmeter-Regel und FFP2-Pflicht für Kunden. Ähnliches gilt für Museen, Bibliotheken, Büchereien, Zoos und botanische Gärten. Für einen Friseurbesuch oder die Inanspruchnahme einer anderen körpernahen Dienstleistung benötigt man einen bestätigten negativen Test.

Im öffentlichen Raum ist ein Mindestabstand zu Haushaltsfremden von zwei Metern einzuhalten. Für viele Bereiche wie etwa öffentliche Verkehrsmittel gilt überdies eine FFP2-Maskenpflicht. Zwischen 20.00 und 6.00 Uhr ist der Ausgang beschränkt – auf die bekannten Gründe Arbeit, notwendige Einkäufe, Erholung und Treffen mit einzelnen engsten Angehörigen bzw. Bezugspersonen. Tagsüber sind auch Treffen von zwei unterschiedlichen Haushalten erlaubt.