Neuer Erlass aktualisiert Impfplan

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat heute einen Erlass an die Länder mit einer Aktualisierung des Covid-19-Impfplans vorgelegt. Damit will der Gesundheitsminister dafür sorgen, dass der Vorrang für ältere Menschen und Risikopatienten umgesetzt wird. Unter anderem finden sich darin auch Adaptierungen zu AstraZeneca und zu Impfungen nach einer SARS-CoV-2-Infektion.

Vorrang für Ältere wird festgeschrieben

In der Phase zwei wird der Vorrang für Menschen über 65 und Risikopatienten insofern festgeschrieben, als andere in diesem Abschnitt vorgesehene Gruppen wie Kontaktpersonen von Schwangeren und Personal in Schulen, Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen erst parallel geimpft werden, wenn „allen Personen über 65 Jahren zeitnah eine Impfung angeboten wird“.

Zudem fallen die Einschränkungen zu AstraZeneca gegenüber dem Impfplan von Mitte Februar heraus, nachdem das Nationale Impfgremium (NIG) die Verwendung des Impfstoffs auch bei über 65-Jährigen empfohlen hat.

Geregelt wird darin auch, wie mit Impfungen nach einer Covid-19-Erkrankung umgegangen werden soll: Nach laborgesicherter Infektion wird empfohlen, dass eine Impfung für sechs bis acht Monate aufgeschoben und dann laut momentanem Kenntnisstand nur eine Dosis verabreicht wird.

Kommt es zwischen der ersten und der zweiten Dosis zu einer laborbestätigten SARS-CoV-2-Infektion, soll die zweite Dosis für sechs bis acht Monate aufgeschoben werden.

Rasche Impfstoffvergabe „entscheidend“

Anschober betonte erneut, dass die rasche Verteilung der in den nächsten Monaten steigenden Liefermengen an Impfstoff „entscheidend“ sein wird. Um sicherzugehen, dass das optimal bzw. einheitlich verlaufe, soll nun ein neuer Erlass zum Impfplan an die Bundesländer gehen.

Der Impfplan ist eine verbindliche Leitlinie für die impfenden Stellen in Österreich. Er gibt Anweisung über die Abfolge der Impfungen bis in den Sommer auf Basis der zugesagten Liefermengen und Liefertermine. Zuletzt hatte ihn Anschober Mitte Februar präzisiert.