Junge fühlen sich von Politik nicht gehört

Die „Generation Z“ fühlt sich von der Politik nach einem Jahr CoV-Ausnahmezustand nicht ausreichend gehört. Dennoch blickt die Mehrzahl der mit dem Begriff bezeichneten 16- bis 25-Jährigen trotz starker Belastung optimistisch in die Zukunft und will nicht als „verlorene Generation“ angesehen werden.

In einer von SORA im Auftrag von Ö3 durchgeführten Umfrage zeigte sich, dass die befragten 16- bis 25-Jährigen vor allem Freunde und Freundinnen (92 Prozent) und Musik (90 Prozent) für ihr Wohlbefinden benötigen. An dritter Stelle folgt das Recht zu wählen mit 79 Prozent.

Eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten belasten viele

Die Hälfte der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer leidet sehr unter den eingeschränkten sozialen Kontaktmöglichkeiten. Schüler, Studenten, Lehrlinge und vor allem auch jene Befragten, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation befinden – ein Fünftel der 16- bis 25-Jährigen sieht sich in so einer Lage –, erachten die Einschränkungen als schwerwiegender.

Jeweils rund ein Drittel der jungen Generation macht sich Sorgen über fianzierbares Wohnen, die finanzielle Situation und soziale Unruhen. Rund drei Viertel der Befragten fürchten, den Schuldenberg nach der Pandemie alleine tragen zu müssen. Gleichzeitig meinen 94 Prozent, dass es ohne gegenseitige Solidarität im Leben nicht geht (2016: 78 Prozent). Drei Viertel fühlen sich von der Politik nicht gehört.

Umwelt Hauptsorge der Jungen

Die Hauptsorge der „Generation Z“ ist jedoch die Umwelt (45 Prozent). Zuwanderung erachten dagegen nur noch zwölf Prozent als Problem (2016: 32 Prozent). Dass die Chancen für alle im gegenwärtigen Bildungssystem gleich seien, glaubt nur die Hälfte der Befragten.

Positiv in die Zukunft blicken zwei Drittel der Umfrageteilnehmer. Ebenso viele lehnen die Zuschreibung „verlorene Generation“ für sich ab. Doch Befragte mit schwieriger finanzieller Lage sind lediglich zur Hälfte optimistisch hinsichtlich ihrer Zukunft eingestellt und nehmen den Begriff eher an.