Zentrale Servicecenter für Gerichte und Staatsanwaltschaften

An Gerichten und Staatsanwaltschaften können künftig zentrale Justizservicecenter eingerichtet werden. Die bereits seit einigen Jahren für einen bestimmten Standort eingerichteten einfachen Justizservicecenter bleiben daneben unverändert bestehen.

Das sieht eine Novelle zum Gerichtsorganisationsgesetz (GOG) vor, die heute vom Ministerrat beschlossen wurde. Für Justizministerin Alma Zadic (Grüne) sind die zentrale Servicecenter „ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Justiz künftig noch bürgerfreundlicher zu machen“. Unabhängig vom Standort werden die zentralen Servicestellen künftig alle Gerichte und Staatsanwaltschaften betreuen können.

Speziell geschulte Richterinnen bei Sexualstrafdelikten

Eine Verbesserung bringt die Novelle des Gerichtsorganisationsgesetzes auch für Verfahren in Sexualdelikten. Mit Verfahren wegen strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung sollen künftig speziell geschulte Richterinnen und Richter befasst werden, die über besondere Kenntnisse und ausreichende Erfahrung im Umgang mit den Opfern solcher Straftaten verfügen.

„Beim Umgang mit Opfern von strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung braucht es besondere Sensibilität. Es ist gut, dass diese Fälle künftig bei speziell ausgebildeten Richterinnen und Richter gebündelt werden“, so Zadic.