Bericht: Dutzende Handys bei BVT-IT-Techniker gefunden

In der BVT- und Wirecard-Affäre gibt es offenbar neue Verdachtsmomente. In der Wohnung eines IT-Technikers des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) sollen Ermittler zig Handys gefunden haben, die teils hochrangigen Innenministeriums- und Kabinettsmitarbeitern gehört haben sollen. Der Mann steht im Verdacht, die Daten ausgelesen, weitergegeben und verkauft zu haben, berichtete die „Presse“ heute.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Nina Bussek, bestätigte laut APA in diesem Zusammenhang Ermittlungen nach Paragraf 310 StGB (Verletzung des Amtsgeheimnisses, Anm.). Inhaltlich zu der angeblich erfolgten Razzia wollte sie nichts sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Bei der Hausdurchsuchung sollen rund 50 Mobiltelefone gefunden worden sein. H. arbeite den Angaben seit 2001 im BVT und habe sich auf das Auslesen von Mobiltelefonen spezialisiert. „Betroffene erinnern sich, dass man ihm schadhafte Geräte überantwortet hatte, um Daten zu retten. H. habe behauptet, das sei nicht möglich, und versprochen, die Endgeräte zu vernichten“, schreibt die Zeitung.