112.000 mehr: Mexiko revidiert Totenzahl

Mexiko hat die Zahl der Menschen, die an oder infolge einer CoV-Infektion gestorben sind, dramatisch nach oben korrigiert. Laut einer aktuellen Tabelle des Gesundheitsministeriums waren bis Mitte Februar 294.287 Todesfälle, die in Verbindung mit CoV stehen, in die Sterberegister eingetragen worden. Das sind um 61,4 Prozent mehr als zuvor angegeben.

Bis dahin hatte die Regierung für den gleichen Zeitraum von 182.301 „bestätigten“ CoV-Toten gesprochen. Seit Mitte Februar wurden 25.000 weitere Todesfälle registriert.

Die Regierung hatte allerdings selbst seit Längerem betont, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen dürfte. Weil relativ wenig getestet wird, werden viele Erkrankungen und Todesfälle nicht als CoV-Fälle diagnostiziert. In der Todesfeststellung der Ärzte wird dagegen ein Verdacht auf CoV vermerkt. Daraus ergibt sich die Diskrepanz der Zahlen in der amtlichen Statistik.

Kritik an Lopez Obrador

In absoluten Zahlen ist Mexiko (128 Mio. Einwohner) mit der höheren Zahl Nummer zwei der Ländern mit den meisten CoV-Todesfällen hinter den USA (328 Mio. Einwohner). Präsident Andreas Lopez Obrador wird immer wieder wegen seines Umgangs mit der Pandemie kritisiert. Die Opposition wirft ihm vor, die Folgen herunterzuspielen, und macht ihn zudem verantwortlich für Verzögerungen beim Impfprogramm.

Bei den Todesfällen je 100.000 Einwohner liegen laut den Daten der John-Hopkins-Universität weiter San Marino (ein statistischer Ausreißer), Tschechien, Ungarn und Belgien voran, Mexiko liegt an 17. Stelle, die USA an 13. Umfang und Art von CoV-Tests und -Diagnose variieren von Land zu Land teils stark.