Van der Bellen: Internationale Zusammenarbeit wichtiger denn je

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat die internationale Zusammenarbeit während der Pandemie als „wichtiger denn je“ bezeichnet. „Gerade in der COVID-Krise, in der man sich nicht gegenseitig einfach besuchen kann, ist es besonders wichtig, die außenpolitischen Kontakte aufrechtzuerhalten“, zog der Bundespräsident gegenüber der APA ein Resümee nach mehr als einem Jahr Pandemie.

Erinnerung an Klimakrise

Im Mittelpunkt seiner Gespräche sei als zentrales Thema die Pandemie und ihre globalen Folgen gestanden. Außerdem sei es in den Gesprächen um die Aufrechterhaltung der Wirtschaftsbeziehungen und eines Auswegs aus der Krise gegangen. „Die Corona-Pandemie hat zwar jetzt die Klimakrise aus den Schlagzeilen verdrängt, sie ist deshalb aber nicht verschwunden oder gar gelöst worden“, warnte Van der Bellen.

„Der Neustart der Wirtschaft sollte daher weltweit mit Bedacht auf die Klimakrise nachhaltig erfolgen. Die EU hat mit ihrem 750-Milliarden-Programm hier einen sehr wichtigen Schritt gesetzt.“ Nun sei es wichtig, dass die für die Umsetzung erforderlichen Ratifizierungen in allen Mitgliedsstaaten, darunter auch Österreich, „rasch abgeschlossen werden, um die EU zukunftsfit zu machen“, mahnte der Bundespräsident.

USA wichtiger Faktor

Nach der Wahl Joe Bidens zum US-Präsidenten habe die internationale Zusammenarbeit wieder an Fahrt aufgenommen. „Besonders wichtig war, dass die USA in den Pariser Klimavertrag wiedereingetreten sind. Mit der Besetzung John Kerrys als Sondergesandtem für Klima und der Ausrichtung des Earth Day Summit zeigt Präsident Biden, dass ihm die Bewältigung der Klimakrise ein Anliegen ist“, so Van der Bellen.

Wie schon 2020, telefoniert der Bundespräsident nach Angaben der Präsidentschaftskanzlei viel mit anderen Staatsoberhäuptern, insgesamt führte er seit Beginn der Coronavirus-Krise 43 Telefon- und Videogespräche.