Ungarn: Totengedenken mit 20.000 Kieselsteinen

Zum Gedenken an die Opfer der Coronavirus-Pandemie sind in der ungarischen Hauptstadt Budapest heute 20.000 Kieselsteine aneinander gereiht worden. „Mehr als 20.000 unserer Landsleute sind der Epidemie zum Opfer gefallen, und das ist eine persönliche, familiäre, aber auch nationale Tragödie“, erklärte die Oppositionspartei Neue Welt, die hinter der Initiative steht. Zuletzt waren die Todeszahlen in Ungarn rasant gestiegen.

Kieselsteine in Gedenken an CoV-Tote in Ungarn
APA/AFP/Attila Kisbenedek

Das Land mit seinen 9,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger hat mit 33 Todesfällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen 14 Tagen die höchste Todesrate der Welt verzeichnet. Allein gestern wurden 525 weitere Todesfälle gemeldet.

Die Kieselsteine, die mit einem dünnen Band in den ungarischen Nationalfarben miteinander verbunden sind, wurden auf der Margareteninsel im Herzen von Budapest platziert. Jeder Stein trägt das Alter des Verstorbenen. Ähnliche Aktionen gab es in Prag und London.