Iran: Keine Verhandlungen mit USA bei Atomtreffen

Der Iran wird laut seinem Außenministerium bei dem neuen Atomtreffen in Wien keine Verhandlungen mit den USA führen. „Wir werden in Wien weder direkt noch indirekt mit den USA sprechen“, sagte Vizeaußenminister Abbas Araqchi heute. Er wies Medienberichte zurück, wonach es am Dienstag auch indirekte Verhandlungen zwischen den beiden Staaten geben werde.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte das Wiener Atomabkommen von 2015 einseitig aufgekündigt. Die verbliebenen Vertragspartner sind China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland. Das Treffen am Dienstag ist der erste ernsthafte Versuch nach der Amtsübernahme von US-Präsident Joe Biden, das Atomabkommen mit dem Iran zu retten.

„Die Politik des Iran diesbezüglich ist klar und einfach: Die USA müssen zum Wiener Atomabkommen zurück, den Deal vertragsgerecht erfüllen und dementsprechend auch die Sanktionen gegen den Iran aufheben“, sagte Araqchi im Staatsfernsehen. Sobald das der Fall sei, werde sich auch der Iran wieder an die Abmachungen im Deal halten, so der Vizeminister und Leiter der iranischen Delegation bei den Gesprächen in Wien.