US-Regierung gegen staatlichen Impfausweis

Das Weiße Haus hat Vorschlägen für einen staatlichen CoV-Impfausweis in den USA eine Absage erteilt. Die Sprecherin von Präsident Joe Biden, Jen Psaki, sagte gestern, die Regierung unterstütze kein „System“, das von US-Bürgern das Mitführen einer Impfbestätigung verlange. „Es wird keine Impfdatenbank auf Bundesebene und keine Anordnung der Bundesregierung geben, dass jeder einen einheitlichen Impfnachweis erhalten muss.“

Private Unternehmen könnten der Idee einer Impfbestätigung aber nachgehen, sagte Psaki, etwa für Sportveranstaltungen in Stadien. Dabei müsse aber die Privatsphäre geschützt werden. Auch dürfe es keine „Diskriminierung“ geben. Die Regierung wolle dazu Richtlinien entwerfen, sagte die Biden-Sprecherin.

Die Möglichkeit von CoV-Impfausweisen wird in einer Reihe von Ländern diskutiert, um eine sichere Wiederöffnung der Wirtschaft und des Reiseverkehrs zu ermöglichen. Kritiker warnen unter anderem vor einer Einführung einer Impfpflicht durch die Hintertür und einer Einschränkung der Grundrechte.

Anmeldung zu Impftermin ab 19. April für alle Erwachsenen

In den USA weckt das schnelle Tempo bei Coronavirus-Impfungen Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Zuletzt kündigte Biden an, dass alle Erwachsenen ab dem 19. April einen CoV-Impftermin vereinbaren können.

Seit Bidens Amtsantritt am 20. Jänner wurden nach Angaben des Weißen Hauses bereits mehr als 150 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt – also inklusive der Wochen vor Bidens Start – wurden landesweit nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als 167 Millionen Impfdosen gespritzt.