BAFTA: Vier Preise für Roadmovie „Nomadland“

Das Sozialdrama „Nomadland“ von Regisseurin Chloe Zhao hat auch bei den diesjährigen britischen Filmpreisen abgeräumt. „Nomadland“ wurde bei der Preisverleihung der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) gestern Abend in vier Kategorien ausgezeichnet, „Bester Film“, „Beste Regie“ sowie „Beste Kamera“. Die mehrfach oscarprämierte Hauptdarstellerin Frances McDormand erhielt den Preis als beste Schauspielerin in einer Hauptrolle.

Als bester Hauptdarsteller wurde Anthony Hopkins für seine Rolle eines demenzkranken Vaters im Familiendrama „The Father“ ausgezeichnet. Die britische Regisseurin Emerald Fennell wurde mit zwei Preisen, darunter für das Drehbuch für ihr Spielfilmdebüt „Promising Young Woman“ mit Carey Mulligan, ausgezeichnet. Der Thriller hat ebenso wie „Nomadland“ bereits mehrere Oscar-Nominierungen.

Die britische Akademie hatte sich heuer um mehr Diversität bemüht, Zhao war eine von vier Frauen, die für die Auszeichnung „Beste Regie“ nominiert waren. Vergangenes Jahr war Kritik laut geworden, weil keine einzige Frau unter den Nominierten gewesen war.

Oscars: „Nomadland“ festigt Favoritenrolle

Zhao kommentierte die stärkere weibliche Präsenz nun mit den Worten: „Es wurde auch Zeit, es ist großartig.“ Sie fügte hinzu: „Ich liebe das, was ich tue, und wenn das bedeutet, dass mehr Menschen wie ich ihre Träume verwirklichen können, dann bin ich sehr dankbar.“

Mit dem Triumph bei den BAFTA-Awards hat „Nomadland“ seine Favoritenrolle bei den Oscars, die am 25. April verliehen werden, mit seinen sechs Nominierungen weiter gefestigt. Am Samstag hatte bereits die Directors Guild of America (DGA), in der die US-Regisseure zusammengeschlossen sind, den Film in der Hauptkategorie „Bester Spielfilm“ ausgezeichnet.