Zwei ukrainische Soldaten bei Gefechten in Ostukraine getötet

Bei Gefechten mit prorussischen Rebellen in der Ostukraine sind seit dem Wochenende zwei ukrainische Soldaten getötet worden. Einer der Soldaten wurde bereits am Samstag bei einem Beschuss mit Handfeuerwaffen getötet, wie die ukrainische Armee heute mitteilte. Der zweite Soldat erlag den Angaben zufolge heute einer Schusswunde.

Kiew: Zehntausende russische Soldaten an Grenze

Die Kämpfe in der Ostukraine toben zu einem Zeitpunkt, da Russland Tausende Soldaten an seiner Grenze zu der Ukraine zusammengezogen hat. Die ukrainische Präsidialamtssprecherin Julia Mendel sagte der Nachrichtenagentur AFP, Russland habe inzwischen 41.000 Soldaten an der Grenze und 42.000 Soldaten auf der annektierten Krim-Halbinsel stationiert.

Präsident Wolodymyr Selenski habe deshalb den russischen Staatschef Wladimir Putin um ein Gespräch gebeten, aber noch keine Antwort erhalten, sagte die Sprecherin: „Wir hoffen, dass Präsident Wladimir Putin den Dialog nicht verweigert.“ Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dementierte jedoch eine solche Anfrage aus der Ukraine zu einem Gespräch der beiden Staatschefs.

Kämpfe seit Mitte Februar intensiviert

Seit Mitte Februar gibt es in der Ostukraine wieder verstärkt Kämpfe zwischen prorussischen Rebellen und der Regierungsarmee. Seit Jahresbeginn wurden dabei 28 ukrainische Soldaten getötet, im Vergleich zu 50 im gesamten vergangenen Jahr. Insgesamt wurden in dem Konflikt bereits 13.000 Menschen getötet.

Moskau bestreitet, die prorussischen Kämpfer politisch und militärisch zu unterstützen. Zuletzt lösten die russischen Truppenverlegungen in das Grenzgebiet aber große Besorgnis auch im Westen aus. Die USA sprachen von der stärksten russischen Truppenpräsenz seit Beginn des Konflikts in der Region vor sieben Jahren und entsandten zwei Kriegsschiffe ins Schwarze Meer.