„Parsifal“-Wochenende mit Symbolkraft im ORF

Nach einer pandemiebedingten Verzögerung feierte Kirill Serebrennikows viel erwartete Neuinszenierung von Richard Wagners Spätwerk „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper an diesem Wochenende Premiere.

Der ORF gestaltet am Samstag und Sonntag ein multimediales „Parsifal“-Wochenende und präsentiert das bedeutende Werk mit Elina Garanca und Jonas Kaufmann in der Titelpartie gleich in drei Versionen für die verschiedenen Interessen des Publikums: in ORF2, in Ö1 und in ORF.at.

Szene aus „Parsifal“
ORF.at
Zufriedenheit nach erfolgreicher Aufzeichnung am Sonntag an der Staatsoper

Im Fernsehen gewährt die gut zweistündige Sendung „Der Fall Parsifal“ am Samstag um 22.00 Uhr in ORF2 mit umfassenden Ausschnitten aus der Produktion, Interviews und Beiträgen Einblick in Wagners Mythenkosmos und das Monumentalwerk „Parsifal“.

Begleitend dazu bringt ORF2 in der „matinee“ am Sonntag ab 9.05 Uhr Filmporträts der Weltstars Kaufmann und Garanca, die hier ihr Weltdebüt als Kundry gibt.

Szene aus „Parsifal“
Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Eine Elina Garanca in Bestform gibt als Kundry ihre Weltpremiere

Der gesamte neue „Parsifal“

Die rund vierstündige Gesamtaufnahme der „Parsifal“-Neuproduktion sendet Ö1 am Samstag ab 19.30 Uhr. In Bild und Ton ist diese dann zusätzlich am Sonntag ab 16.00 Uhr als Stream in ORF.at zu erleben – sowie darüber hinaus sieben Tage lang via tvthek.ORF.at online abrufbar.

ORF.at beschäftigt sich in einem mehrteiligen multimedialen Special aus Beiträgen, Interviews, Fotos und Videos mit der Wirkung dieses Werks und seiner Bedeutung für die Gegenwart.

Der regimekritische russische Starregisseur Serebrennikow, der aufgrund eines Ausreiseverbots per Video und E-Mail inszenieren musste, legt eine „Parsifal“-Deutung vor, die ganz unterschiedliche Publikumsschichten für das Format Oper begeistern kann. Dieser Parsifal, der am Sonntag aufgezeichnet wurde, bricht mit bisherigen Konventionen und deutet den Mythos so, dass er zeit- und gesellschaftspolitisch in die Gegenwart passt.

„Parsifal“ an der Wiener Staatsoper

Es ist die rätselhafteste und umstrittenste Oper Richard Wagners: „Parsifal“ kommt mit Elina Garanca und Jonas Kaufmann in einer Blockbuster-Besetzung an die Wiener Staatsoper.

Wrabetz: „Inszenierung von großer Symbolkraft“

„Dank der wunderbaren Partnerschaft mit der Wiener Staatsoper kann der ORF seinem Publikum am kommenden Wochenende ein multimediales ‚Parsifal‘-Erlebnis bereiten", freut sich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz auf ein multimediales Wochenende der ORF-Kulturflotte.

Gerade für die Gegenwart sei diese Inszenierung von großer Symbolkraft. "Umfassende ORF-Kulturpakete wie diese können zwar Liveerlebnisse in Theatern oder Konzertsälen nicht ganz ersetzen, aber sie ermöglichen vielen Menschen, die Nähe zur Kultur nicht zu verlieren, oder manchen gar, diese neu zu erfahren“, so Wrabetz.

Roscic: „Weder Willkür noch Pandemie konnten diese Produktion stoppen“

Staatsoperndirektor Bogdan Roscic erinnert daran, dass gerade dieser „Parsifal“ ein Projekt sei, „das über mehrere Jahre unter schwersten Bedingungen verwirklicht werden musste“. Umso glücklicher sei er, „dass weder Pandemie noch politische Willkür imstande waren, seine Realisierung zu verhindern“. Auch er zeigt sich erfreut, dass ein großes Publikum dieses Schlüsselwerk in unterschiedlichen Formen und Ausspielwegen erleben könne.

„Parsifal“-Fahrplan im ORF

Samstag, 17. April:

  • 19.30 Uhr, Ö1: „Parsifal“ (Gesamtaufnahme)
  • 22.00 Uhr, ORF2: „Der Fall Parsifal“ (kompakte Werksbetrachtung, ca. 130 Minuten)

Sonntag, 18. April:

  • 9.05 Uhr, ORF2: „matinee: Elina Garanca – Die scheue Diva“
  • 9.55 Uhr, ORF2: „matinee: Jonas Kaufmann – Ein Jahrhunderttenor“
  • 16.00 Uhr, ORF.at: „Parsifal“ (Gesamtaufnahme als Videostream)