Prognose: Dritte Welle hat Höhepunkt erreicht

Die dritte Welle der Coronavirus-Pandemie scheint ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht zu haben. Zu diesem Fazit kamen die Fachleute des CoV-Prognose-Konsortiums in ihrer aktuellen Analyse.

Auch wenn die Neuinfektionen – mit Ausnahme Vorarlbergs – weiterhin rückläufig sind, bedeutet das keine rasche Entlastung der Spitäler. Denn hier wirkt das nur zeitverzögert. So wird es bei den Intensivbetten nur einen geringen Rückgang von 29 auf 26 Prozent der Gesamtkapazitäten geben.

Intensivmedizin: Auch OÖ und Vbg. könnten kritischen Wert erreichen

Die Prognose reicht bis 28. April. Laut den Fachleuten wird Wien ebenso wie das Burgenland und Niederösterreich bis knapp vor Ende dieser zwei Wochen über der systemkritischen Auslastungsgrenze von 33 Prozent bleiben. Ist mehr als ein Drittel der Intensivbetten mit CoV-Kranken belegt, treten diese in Konkurrenz mit anderen intensivpflichtigen Patienten. Diese Schwelle bedeutet ein sehr hohes Systemrisiko.

Wie die Fachleute in ihrer aktuellen Prognose schreiben, ist auch für Oberösterreich und Vorarlberg eine Überschreitung der 33-Prozent-Schwelle möglich. In Oberösterreich waren zuletzt 30 Prozent der Intensivbetten mit CoV-Kranken belegt, in Vorarlberg 17 Prozent.

Fallzahlenentwicklung regional sehr unterschiedlich

Die Fallprognose der Neuinfektionen geht von weiterhin rückläufigen Fallzahlen mit Ausnahme Vorarlbergs aus. Laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werden es täglich 2.300 neue Fälle bis nächste Woche sein.

Für den letzten Prognosetag – Mittwoch, 21. April – geht man von 2.200 Neuinfektionen aus. Die 7-Tage-Inzidenz wird dann 180 pro 100.000 Einwohner betragen. Die effektive Reproduktionszahl näherte sich laut dem Konsortium in den vergangenen Tagen einem Wert von 0,94 an.