Frankreich stimmt über „Ökozid“-Verbot ab

Die französische Nationalversammlung stimmt heute in erster Lesung über ein umfassendes Gesetzespaket zum Klimaschutz ab. Vorgesehen sind unter anderem ein neuer Straftatbestand des „Ökozids“ und ein Verbot bestimmter Kurzstreckenflüge.

Mit „Ökozid“ sind schwere Umweltschädigungen nationalen Ausmaßes gemeint. Bei einem Verstoß drohen bis zu zehn Jahre Haft sowie Bußgelder von bis zu 4,5 Millionen Euro.

Zudem will die Regierung Kurzstreckenflüge innerhalb Frankreichs verbieten, wenn eine alternative Zugsverbindung von höchstens zweieinhalb Stunden existiert. Anschlussflüge sind ausgenommen.

Umweltschutzorganisationen halten die Pläne für nicht ehrgeizig genug. Frankreich hat sich international verpflichtet, seinen Treibhausgasausstoß bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.