EU will Ende Mai „Grünen Pass“ vorbereiten

Der nächste EU-Gipfel am 25. Mai in Brüssel soll die Einigung auf den „Grünen Pass“ – ein europäisches Zertifikat für Geimpfte, Getestete und Genesene – vorbereiten. Das kündigte EU-Ratspräsident Charles Michel heute, am zweiten Tag des EU-Gipfels in Porto, an.

Derzeit gibt es noch große Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Europaparlament, welches die Quarantäne für Besitzer des „Grünen Passes“ gänzlich aufheben will, und Staaten wie Deutschland, die weiter Einschränkungen verhängen können wollen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der Österreich in Porto vertrat, forderte eine Lösung beim nächsten EU-Gipfel am 25. Mai. Sollte keine europäische Lösung gelingen, müsste auch Österreich mit anderen Staaten bilaterale Verträge abschließen, so Kurz. Einige EU-Staaten würden den Pass national so wie Österreich bereits im Mai einführen und würden auch bilaterale Verträge abschließen. Die offenen Fragen seien nicht so komplex, es gehe um die Abschaffung der Quarantäne und die Anerkennung von Dokumenten. „Das ist keine Atomphysik“, sagte Kurz. Viele Jobs würden von der Reisefreiheit in Europa abhängen, sagte der Kanzler.