Schusswaffenangriff in russischer Schule: Mehrere Tote

Bei einem Schusswaffenangriff in einer Schule im südwestrussischen Kasan sind Agenturberichten zufolge elf Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mehrere Schüler und Schülerinnen und ein Lehrer, meldete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Rettungskräfte heute. Es habe auch eine Explosion gegeben. Widersprüchliche Berichte gab es über die Zahl der Angreifer.

RIA zufolge wurde ein jugendlicher Täter festgenommen. Die Nachrichtenagentur Interfax sprach unter Berufung auf einen Insider von zwei jugendlichen Schützen. Der Angreifer, der sich in dem Schulgebäude verschanzt habe, sei vorläufigen Informationen zufolge getötet worden, berichteten die Nachrichtenagenturen TASS und Interfax unter Berufung auf Sicherheitskreise. Das Motiv für die Attacke war unklar.

Der festgenommene 19-Jährige soll Medienberichten zufolge vor etwa vier Jahren seinen Schulabschluss gemacht haben. Kurz vor der Tat soll er das Verbrechen im Nachrichtenkanal Telegram angekündigt haben.

Schüler in Sicherheit gebracht

Nach der Festnahme eines Verdächtigen hatte es zunächst geheißen, möglicherweise halte sich ein weiterer Täter noch in dem Gebäude auf. Die Schüler und Schülerinnen wurden aus der Schule gebracht – unter anderem in einen benachbarten Kindergarten.

Auf Videos war zu sehen, wie Rettungswagen und Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und Sirene zu der Schule rasten. Menschen standen vor dem Gebäude und beobachteten die Lage. Später wurde die Schule weiträumig abgesperrt. Kasan liegt etwa 720 Kilometer östlich von Moskau. In Russland hatten die Schulen heute nach rund einwöchigen Ferien begonnen.