Ende der US-Benzinknappheit nach Pipeline-Angriff in Sicht

Nach Wiederaufnahme des Betriebs der größten Benzinpipeline der USA hat die US-Regierung ein baldiges Ende der Engpässe an Tankstellen im Südosten des Landes in Aussicht gestellt. „Das Ende ist in Sicht“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jennifer Psaki, gestern. Es werde allerdings noch „ein paar Tage“ dauern, bis wieder Normalität hergestellt sei.

Psaki rief Autofahrer und Autofahrerinnen in den betroffenen Regionen erneut dazu auf, kein Benzin zu horten. Die „Colonial“-Pipeline war Ziel eines Hackerangriffs geworden. Besonders schwer von der Benzinknappheit betroffen war auch am Freitag die US-Hauptstadt Washington: Dort hatten zu Mittag (Ortszeit) 88 Prozent der Tankstellen keinen Treibstoff, wie Patrick De Haan von der Marktanalysefirma Gasbuddy auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Im Bundesstaat North Carolina waren 65 Prozent der Tankstellen ohne Benzin, in South Carolina waren es 48 Prozent. Auch in zahlreichen anderen Bundesstaaten war das Benzin knapp. Nach De Haahns Daten nahm die Zahl der Tankstellen mit Treibstoff allerdings in mehreren betroffenen Bundesstaaten wieder zu.