Nach „Husten-Rede“: Israel spekuliert über Hisbollah-Chef

Nach einer Ansprache von Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah mehren sich in Israel die Spekulationen über den Gesundheitszustand des Chefs der libanesischen Miliz. Der 60-Jährige musste während der Rede immer wieder stark husten und wirkte atemlos. Laut Medienberichten geht das israelische Militär davon aus, dass Nasrallah an einer Coronavirus-Infektion leidet oder sich im Genesungsprozess befindet.

Die Armee sei der Ansicht, Nasrallah habe mit der Rede einen Fehler begangen, berichtete der israelische Rundfunk heute. Ziel sei gewesen, Israel abzuschrecken. Er habe jedoch einen kranken und schwachen Eindruck gemacht.

Nasrallah hatte Israel mit einem regionalen Krieg gedroht, sollte es Übergriffe in Jerusalem oder auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) geben. Konfrontationen auf dem Tempelberg gelten als einer der Auslöser für den Waffengang zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas. Beide Seiten hatten sich nach elf Tagen auf eine Waffenruhe verständigt.