Lockerungen in Teilen Schottlands verschoben

Wegen der Ausbreitung der „Delta“-Variante (B.1.617.2) des Coronavirus-Virus hat Schottland für weite Teile des Landes geplante Lockerungen vorerst aufgeschoben. „Es ist wichtig zu betonen, dass dies eine Pause ist, kein Schritt zurück“, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon heute in Edinburgh. Für weitere Lockerungen müssten noch mehr Menschen einen vollständigen Impfschutz erhalten.

Während einige Städte wie Glasgow und vor allem dünn besiedelte Regionen oder Inseln sich zum Wochenende weiterhin auf Lockerungen freuen können, verbleiben andere Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Edinburgh, in Stufe zwei des Maßnahmensystems: In dieser können sich sechs Menschen aus drei Haushalten in Innenräumen oder der Gastronomie treffen, draußen sind Treffen von acht Personen aus bis zu acht Haushalten erlaubt.

Johnson will am 14. Juni informieren

Wie auch Wales und Nordirland entscheidet Schottland unabhängig von London über seine CoV-Maßnahmen. Premierminister Boris Johnson kann nur über England verfügen. Angesichts der sich in weiten Teilen Großbritanniens ausbreitenden, zunächst in Indien nachgewiesenen CoV-Variante warnten zuletzt mehrere Wissenschaftler vor einer Umsetzung der angekündigten Lockerungen.

Das geplante Ende aller Maßnahmen in England am 21. Juni sei „ein bisschen früh“, sagte dazu etwa der Mikrobiologe Ravi Gupta. „Ich fürchte, es wäre eine schlechte Entscheidung, daran festzuhalten“, hielt dazu Adam Finn aus der englischen Impfkommission fest. Johnson will sich die Entscheidung über den weiteren Fahrplan noch offen halten. Über das weitere Vorgehen soll am 14. Juni informiert werden.