Van der Bellen besucht Papst

Bundespräsident Alexander Van der Bellen reist am Sonntag nach Rom. Im Vatikan trifft er Montagvormittag Papst Franziskus und anschließend Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Danach kommt der Bundespräsident zu Mittag mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella zusammen. Abschließend gibt es am Dienstag ein Treffen mit Premierminister Mario Draghi und mit den Südtiroler Abgeordneten im italienischen Parlament.

Themen beim Gespräch mit dem Papst werden laut Präsidentschaftskanzlei die Klimakrise und die aktuelle Situation rund um die Coronavirus-Pandemie sein. Papst Franziskus hat sich in seinen Enzykliken „Laudato Si’“ und „Fratelli Tutti“ mit Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes sowie des sozialen Zusammenhalts auseinandergesetzt.

Zweiter Besuch beim Papst

Es ist dies schon der zweite Besuch Van der Bellens bei Papst Franziskus. Das erste Treffen fand im November 2017 statt. Damals hatte sich der aktuelle Bundespräsident als „Nichtkatholik“ vom Papst als „Repräsentanten einer ethisch und humanistisch orientierten Organisation“ beeindruckt gezeigt.

Von ihm könnten auch Politiker und Politikerinnen viel lernen, meinte Van der Bellen nach der damaligen Audienz. „Er ist einer, der mit seinen Formulierungen Bilder schafft, die direkt ins Herz gehen. Das vermittelt eine Spiritualität, die man über die Jahre vermisst hat.“

Begleitet von Gewessler und Edtstadler

Nach dem Besuch im Vatikan wird Van der Bellen von Italiens Staatspräsident Mattarella mit militärischen Ehren empfangen, anschließend findet ein Arbeitsgespräch statt. Neben bilateralen Themen werden der „Weg des gemeinsamen Europa nach der Corona-Pandemie und der Kampf gegen die Klimakrise sowie das Verhältnis Europas zu den Großmächten und die EU-Annäherung der West-Balkan-Staaten zur Sprache kommen“, hieß es im Vorfeld.

Begleitet wird der Bundespräsident von seiner Ehefrau Doris Schmidauer sowie den Ministerinnen Karoline Edtstadler (ÖVP) und Leonore Gewessler (Grüne).