Italien impfte 1,2 Mio. Personen in zwei Tagen

Italien hat im Kampf gegen das Coronavirus einen Impfrekord verbucht: Mehr als 1,2 Millionen Impfdosen wurden am Freitag und Samstag verabreicht – 600.000 pro Tag.

In der vergangenen Woche lag die Zahl der täglichen Immunisierungen bei mehr als 500.000. Bei der Gesamtzahl der vollständig Geimpften lag Italien in der EU schon zuvor mit 12,7 Millionen Immunisierten auf Platz zwei hinter Deutschland. Das entsprach 24 Prozent der über Zwölfjährigen in Italien.

4,1 Millionen Impfdosen werden diese Woche in Italien erwartet. Sie sollen vor allem der Immunisierung von Jugendlichen dienen. Italien hat seit vergangener Woche die Alterspriorisierung aufgehoben und impft Menschen ab zwölf Jahren.

Auch die Zahl der Neuinfektionen sank weiter. Gestern wurden in dem über 60 Mio. Einwohner zählenden Land 2.275 neue Ansteckungen gemeldet, 51 weitere Personen starben am oder mit dem Coronavirus. 149.958 Tests wurden gestern gemeldet, lediglich 1,5 Prozent davon fielen positiv aus.

Auflagen weiter gelockert

Die Auflagen in Italien wurden mit heute neuerlich gelockert. Ligurien, Venetien, Umbrien und die Abruzzen zählen neu zu den weißen Regionen. Damit gelten in sieben der rund 20 Regionen die lockersten Coronavirus-Regeln. Die nächtliche Ausgangssperre wird dort aufgehoben.

Zudem dürfen in Restaurants drinnen und draußen sechs Gäste an einem Tisch sitzen. In allen anderen Regionen beginnt die Ausgangssperre jetzt um Mitternacht statt um 23.00 Uhr. Sie soll am 21. Juni ganz abgeschafft werden.

Nach Monaten der Flaute will Italien nun rasch seinen Tourismus ankurbeln – etwa durch erleichterte Einreisebedingungen und Impfungen für Reisende. Das sagte Tourismusminister Massimo Garavaglia am Samstag bei einem Wirtschaftsforum in Trient. Rom hob erst vor Kurzem die Testpflicht für Grenzgänger auf.

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