YouTuber Philipp Mickenbecker gestorben

Der YouTuber Philipp Mickenbecker ist tot. „Philipp ist gestern Abend im Krankenhaus von uns gegangen. Wir waren alle bei ihm“, heißt es in einem Eintrag, der gestern auf dem Instagram-Account von Mickenbeckers YouTube-Show „The Real Life Guys“ veröffentlicht wurde.

„Er hat in den letzten Wochen oft starke Schmerzen gehabt, und wir sind uns sicher, dass er jetzt an einem besseren Ort ist“, hieß es weiter. Mickenbecker wurde den Angaben zufolge 23 Jahre alt.

Videos mit Do-it-yourself-Projekten

Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Johannes betrieb Mickenbecker seit 2016 den YouTube-Kanal „The Real Life Guys“, auf dem sie selbst gebaute U-Boote und Raketenbadewannen präsentierten.

Der Kanal der Brüder aus Bickenbach bei Darmstadt im deutschen Bundesland Hessen hat 1,35 Millionen Abonnenten und ist eng mit dem Verein Life Lion verbunden, der den Tod des YouTubers bestätigte.

Der YouTuber litt eigenen Angaben zufolge an einem Krebstumor in der Brust. Im Oktober 2020 hatte er seine Diagnose auf YouTube öffentlich gemacht: Der Tumor sei im Endstadium, sagte er in einem Video. Sein Arzt gebe ihm zwei Wochen bis zwei Monate zu leben. Zweimal habe er den Tumor schon gehabt, sagte Mickenbecker. Drei Jahre sei der Krebs kein Thema mehr gewesen.

In dem Video zeigte sich Mickenbecker hoffnungsvoll. Nach allem, was er erlebt habe, glaube er nicht mehr an Zufälle, sagte er. „Ich glaube, dass es wirklich jemanden gibt, der einen Plan mit mir hat und mit meinem Leben hat“, sagte Mickenbecker weiter.

Der YouTuber wuchs eigenen Angaben zu seinem Buch „The Real Life Story“ zufolge als Kind „ultrastrenggläubiger Eltern“ auf. Mickenbecker schrieb ein Buch über sein Leben, über ihn wurde Ende 2020 auch eine ARD-Dokumentation gedreht.