Nationalrat reserviert 842 Mio. für Impfstoffe

841,8 Millionen Euro werden für Coronavirus-Impfstoffe reserviert. Einen entsprechenden Initiativantrag für Anschaffungen in den kommenden beiden Jahren hat der Finanzausschuss gestern gebilligt. Der Gesundheitsminister soll ermächtigt werden, den österreichischen Anteil der seitens der EU bereitgestellten Impfstoffe zu beschaffen.

Zudem soll ermöglicht werden, dass bestimmte Covid-19-Impfstoffe auch Staaten, die nicht zu den ärmsten Entwicklungsländern zählen, unentgeltlich überlassen werden können. Neben der Beteiligung an internationalen Verteilmechanismen plant Österreich auch, bilateral Staaten zu unterstützen.

Verzicht auf günstigere Vektorimpfstoffe

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) zeigte sich überzeugt, dass die veranschlagte Summe „gut investiertes Geld“ sei. Man werde mit den 42 Millionen Dosen das volle Potenzial der für Österreich zur Verfügung stehenden Menge ausschöpfen, weil man nicht genau wisse, welche Virusvarianten künftig auftreten werden.

Zudem hat sich laut Mückstein der Preis für die nun bestellten Impfstoffe nicht wesentlich geändert. Man verzichte aber jetzt auf die deutlich günstigeren Vektorimpfstoffe wie AstraZeneca, was zu einer Erhöhung des Durchschnittspreises führe.