Labyrinth aus Gängen und Passagen im Kolosseum wird neu eröffnet

Auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern erstreckt sich ein Labyrinth aus Gängen, Bögen und Passagen, in dem die glorreichen Schauspiele und blutigen Wettkämpfe im Kolosseum, dem Wahrzeichen Roms, vorbereitet wurden. Nach einer langen Restaurierung stehen die Gänge ab morgen den Besuchern offen.

Architekten, Restauratoren, Geologen, Ingenieure und Arbeiter waren seit 2018 unermüdlich im Einsatz, um die Gänge zu restaurieren, wie Kulturminister Dario Franceschini berichtete.

Kolosseum in Rom
Reuters/Remo Casilli

„Jeder Stein bezeugt, was unter der großen Arena des Amphitheaters vor sich ging, von der Einweihung im Jahr 80 nach Christus bis zur letzten Aufführung im Jahr 523 nach Christus. Die Gänge, in denen die Wettkämpfe vorbereitet wurden, sind ein Monument im Monument, das man nun auf einem 160 Meter langen Serpentinenweg besichtigen kann“, sagte Franceschini.

Restaurierung von Modeunternehmer finanziert

Die Restaurierung wurde vom italienischen Modeunternehmer Diego Della Valle und seiner Tod’s-Gruppe finanziert. „Das ist ein wahrer Akt des Mäzenatentums und der Liberalität, der lange beschlossen wurde, bevor die Steuervorteile des staatlichen Kunstbonus für Restaurierungen eingeführt wurden“, so Franceschini.

Die im Dezember 2018 begonnenen Arbeiten sind nach der Restaurierung der Fassaden des Denkmals die zweite Phase der im Rahmen des von Tod’s finanzierten Projekts vorgesehenen Interventionen. Geplant ist eine dritte Renovierungsphase mit der Einrichtung eines Empfangszentrums für Besucher.