UNO sieht Billionenschaden durch Cyberkriminalität

Der Schaden durch kriminelle Handlungen im Computer- und Telekombereich ist immens: In diesem Jahr belaufe er sich nach Schätzungen schon auf sechs Billionen Dollar (gut fünf Billionen Euro), berichtete die UNO-Organisation Internationale Fernmeldeunion (ITU) heute in Genf. Cyberkriminalität umfasst unter anderem widerrechtliches Eindringen in Systeme und Datenmanipulationen.

Die ITU drängt Länder, mehr für die Sicherheit zu tun. Nach der Auswertung von Fragebögen an Behörden und Einschätzungen von Experten sind die Vorkehrungen gegen Cyberkriminalität in den USA am besten. Österreich liegt auf Platz 36.

Die Zahl der Internetnutzer weltweit steigt rasant: Sie dürfte sich nach Angaben der Organisation bis 2030 mehr als verdoppeln und dann 90 Prozent der Erdbewohner umfassen. Heute seien 3,5 Milliarden Menschen online, 2030 voraussichtlich 7,5 Milliarden, berichtete die ITU. 2007 waren nach Schätzungen erst eine Milliarde Menschen online. Genauso viele – eine Milliarde – sind seit 2015 erstmals online gegangen.