Bürgerliche sollen neue Regierung in Schweden bilden

In Schweden hat der Vorsitzende der bürgerlichen Moderaten, Ulf Kristersson, einen Sondierungsauftrag zur Regierungsbildung erhalten. Kristersson, der bisher die Opposition angeführt hat, habe nun bis Freitag Zeit, eine Allianz zu schmieden, gab Parlamentspräsident Andreas Norlen gestern bekannt.

Die Moderaten sind die größte Oppositionspartei im Parlament. Kristersson wird von den Christdemokraten, Liberalen und Schwedendemokraten unterstützt. Allerdings würden die Parteien insgesamt nur auf 174 Stimmen in dem 349 Sitze umfassenden Parlament kommen.

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven hatte gestern seinen Rücktritt eingereicht und damit den Weg für eine neue Regierungsbildung geebnet. Löfven war es nicht gelungen, im Parlament genügend Rückhalt für seine bisherige Koalition zu finden.

Der 63-Jährige hatte vor über einer Woche eine Vertrauensabstimmung verloren, nachdem die Linkspartei im Streit über geplante Lockerungen der Mietpreiskontrolle ihre Tolerierung der Regierungskoalition zurückgezogen hatte. Regulär wählen die Schweden im September 2022 ein neues Parlament. Löfven regierte seit 2018 zusammen mit den Grünen. Die Koalition war aber von der Unterstützung der Linken, der Liberalen und der Zentristen abhängig.