Deutschland und Großbritannien wollen Kooperation beschließen

Deutschland und Großbritannien wollen ihre Beziehungen mit einem Kooperationsvertrag und regelmäßigen Regierungskonsultationen auf eine neue Grundlage stellen.

Das gaben der britische Premierminister Boris Johnson und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute nach ihrem Treffen auf dem Landsitz Chequers des britischen Regierungschefs in der Nähe von London bekannt. Merkel sagte, es werde nach dem Brexit ein „neues Kapitel“ aufgeschlagen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel
APA/AFP/Stefan Rousseau

Die Regierungskonsultationen, also Beratungen der Regierungschefs und eines großen Teils ihrer Minister über zentrale Fragen der Beziehungen beider Länder, sollen einmal im Jahr stattfinden. Darüber hinaus sei ein „Freundschaftsvertrag oder Kooperationsvertrag“ geplant, der die gesamte Breite der Beziehungen abbilden solle, sagte Merkel. Merkel reiste im Anschluss an das Treffen zu einer Audienz bei Queen Elizabeth II. nach Windsor weiter.

Merkels Besuch wird in London als Chance gesehen, die diplomatischen Beziehungen mit dem zweitgrößten Handelspartner nach jahrelangem Gerangel um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu festigen. Im Vorfeld des Besuchs hatte Johnson Merkels positiven Einfluss auf die bilateralen Beziehungen während ihrer 16-jährigen Amtszeit betont.