Reste von Hochhausruine in Florida gesprengt

Die Gebäudereste des in Miami teilweise eingestürzten Wohnkomplexes sind gestern am späten Abend (Ortszeit) kontrolliert gesprengt worden.

Die Instabilität der Ruine sei gefährlich gewesen und habe den Fortschritt des Bergungseinsatzes im vor elf Tagen eingestürzten Teil behindert, hatte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, zuvor gesagt.

Kontollierte Sprengung des Champlain Towers in Miami
Reuters/Marco Bello

Anrainer und Anrainerinnen des Stadtviertels von Surfside im US-Staat Florida waren bereits vor der Sprengung aufgefordert worden, in ihren Häusern zu bleiben und Türen und Fenster zum Schutz vor Staub und kleineren Partikeln geschlossen zu halten.

Sucheinsatz nach Sprengung ausgeweitet

Der Such- und Rettungseinsatz in den Trümmern, unter denen noch Menschen vermutet werden, war am Samstag unterbrochen worden. Er sollte nach der Sprengung wieder anlaufen und ausgeweitet werden. Bisher wurden 24 Leichname geborgen. Mehr als 120 Menschen gelten weiterhin als vermisst.

Nach dem Unglück hatten die Bewohner des noch stehenden Gebäudeteils aus Sicherheitsgründen nicht mehr zurück in ihre Wohnungen gedurft – auch nicht, um vor dem Abriss persönliche Gegenstände herauszuholen. Die Sprengung wurde schließlich aus Sorge um die Stabilität der Ruine wegen eines nahenden Tropensturms vorgezogen.