Deutschland stuft Spanien als Risikogebiet ein

Wegen stark steigender Coronavirus-Infektionszahlen stuft die deutsche Regierung ab Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI), die Behörde für Infektionskrankheiten, heute bekannt.

Das bedeutet, dass das deutsche Außenministerium mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland abraten wird.

Praktische Folgen ergeben sich für Urlaubende aber kaum: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

Tourismusministerin: Reisen nach Spanien sicher

Die spanische Tourismusministerin Reyes Maroto hält trotz steigender Infektionszahlen Spanien hingegen für ein sicheres Reiseland. Maroto verwies zur Begründung auf die Impfkampagne und die relativ geringe Zahl an Einweisungen ins Krankenhaus. „Regierungen dürfen nicht Alarm schlagen“, sagte sie dem Radiosender RNE. „Wir können die epidemiologische Situation nicht nur auf Basis der Inzidenz einschätzen.“ Die 7-Tage-Inzidenz in Spanien liegt wieder bei einem Wert von mehr als 200.

Schon gestern hatte Frankreichs Europaminister Clement Beaune seine Landsleute aufgefordert, die Sommerferien nicht in Spanien oder Portugal zu verbringen. Österreich stuft Spanien so wie die meisten anderen Staaten in Europa als Land mit geringem epidemiologischem Risiko ein, bei der Einreise ist ein „3-G“-Nachweis erforderlich, Registrierungspflicht und die Quarantäne entfallen.

Quarantänepflicht für Zypern-Reisende

Für Rückkehrer und Rückkehrerinnen aus Zypern gilt künftig wieder fünf bis zehn Tage Quarantäne für diejenigen, die nicht geimpft oder genesen sind. Zypern wird ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit besonders hohen Infektionszahlen eingestuft.

Dass die Hochstufung sehr schnell kommen kann, zeigt Zypern. Das Land wurde erst vergangenen Sonntag zum Risikogebiet erklärt. Schon eine Woche später wird es nun zu einem von vier Hochinzidenzgebieten in Europa neben Portugal, Großbritannien und Russland.