Kurz traf UNO-Generalsekretär Guterres

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist gestern im New York mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zusammengetroffen. Wie Kurz nach dem Treffen im UNO-Hauptquartier am East River mitteilte, ging es bei dem Gespräch mit Guterres vor allem um die Pandemie. Kurz kündigte dabei eine umfassende Impfstoffspende an. „Alle Impfdosen, die wir nicht selbst verwenden, spenden wir an Länder, die im Vergleich zu Europa und den USA unterversorgt sind“, sagte er.

Kurz berichtete Guterres auch, dass Österreich eine Million Impfdosen an Staaten des Westbalkans spenden wird. Auf eine Nachfrage bestätigte der Kanzler, dass Österreich AstraZeneca-Impfdosen spenden werde, „weil das bei uns nur noch eingeschränkt verwendet wird“.

„Gut angekommen beim UNO-Generalsekretär“

Guterres habe sich seinerseits für das Krisenmanagement Österreichs während der Pandemie bedankt. So habe Österreich auch die UNO-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen in Wien „mitgeimpft“. „Das ist sehr gut angekommen beim UNO-Generalsekretär, und dafür hat er sich bedankt.“

Guterres war kürzlich für eine zweite fünfjährige Amtszeit als UNO-Generalsekretär bestätigt worden. Entsprechend waren auch die Pläne des portugiesischen Ex-Premiers für eine „Neuausrichtung“ der Vereinten Nationen ein Thema. „Unser Fokus liegt auf dem Amtssitz Wien“, sagte Kurz und betonte die Bedeutung des dritten UNO-Sitzes.

Für ein kleines Land sei ein UNO-Sitz nicht nur „eine besondere Ehre“, sondern auch eine Möglichkeit zum „Mitgestalten“, weil man den UNO-Institutionen nahe sei. Außerdem sei die UNO mit 18.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie ihren Familienangehörigen „zu einem großen Wirtschaftsfaktor“ für Österreich geworden.