Serie zu erotischen Gemälden: Uffizien gegen Pornhub

Die Uffizien und andere weltweit bekannte Museen gehen gegen die Plattform Pornhub auf die Barrikaden. Sie protestieren gegen die Publikation einer Serie zu erotischen Gemälden und Skulpturen in sechs Kunstmuseen in Europa und den USA, die Pornhub mit dem Titel „Classic Nudes“ lanciert hat. Gezeigt wird unter anderem Botticellis Meisterwerk „Die Geburt der Venus“, das in den Uffizien aufbewahrt ist.

„Einige der besten Pornos der Welt gibt es nicht auf Pornhub, man findet sie nur in einem Museum“, sagte die ehemalige und als Cicciolina bekannte Pornodarstellerin Ilona Staller in einer Einführung zu „Classic Nudes“, in der sie als Botticellis Venus auftritt.

Museen prüfen rechtliche Schritte

Dutzende von Werken finden sich in „Classic Nudes“, darunter William Bouguereaus „Les Oreads“ (1902), Peter Paul Rubens’ „Die drei Grazien“ (1630–1635) und das „Porträt der Madeleine“ (1800) von Marie-Guillemine Benoist. „Pornografie könnte als Kunst betrachtet werden, und einige Kunstwerke können bestimmt als pornografisch bezeichnet werden“, lautet der Slogan Pornhubs.

Die Uffizien reagierten verärgert auf die Initiative. Laut einem Sprecher prüft das Florentiner Museum eine Klage gegen die Plattform. Ein Rechtsanwalt sei bereits eingeschaltet worden. Für die kommerzielle Nutzung der Bilder sei eine Genehmigung seitens des Museums notwendig, die von Pornhub nicht beantragt worden sei.

Laut dem Uffizien-Sprecher erwäge auch das Louvre-Museum rechtliche Schritte gegen Pornhub. Dasselbe gilt für anderen Museen wie das Metropolitan Museum of Modern Art in New Yord, das Prado in Madrid und die National Gallery in London, von denen Bildern stammen, die Pornhub in seiner Serie zeigt.