Schweres Erdbeben erschüttert Norden Perus

Ein schweres Erdbeben hat den Norden Perus erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,1 lag zwölf Kilometer westlich der Ortschaft Sullana im Department Piura in einer Tiefe von 36 Kilometern, wie das Seismologische Zentrum des südamerikanischen Landes gestern mitteilte. Der Erdstoß war in weiten Teilen der Region und auch im benachbarten Ecuador zu spüren. Berichte über Opfer oder Schäden liegen nach Angaben des Zivilschutzes bisher nicht vor.

Das Beben beschädigte die Fassade der Kathedrale in der Provinzhauptstadt Piura, wie der Radiosender RPP berichtete. Zahlreiche Menschen verließen die Gebäude und suchten Schutz im Freien. Zudem wurden Erdrutsche im Distrikt Colan an der Pazifikküste gemeldet. Präsident Pedro Castillo verließ eine Militärparade anlässlich des 200. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung in Lima und reiste nach Piura, wie die staatliche Nachrichtenagentur Andina meldete.

An der Pazifikküste Perus kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am Pazifischen Feuerring, der für seine hohe seismische Aktivität bekannt ist.