17 Tiger in Vietnam beschlagnahmt: Acht davon gestorben

Wenige Tage nach der Beschlagnahmung von 17 illegal gezüchteten Tigern in Vietnam sind acht der Raubkatzen gestorben. Den Tieren sei ein Betäubungsmittel verabreicht worden, um sie mit Lastwagen in den Safaripark Muong Thanh im Zentrum des Landes zu bringen, zitierte die Zeitung „Tien Phong“ einen örtlichen Polizeisprecher. Woran die Tiger genau starben, ist noch unklar.

Die Tiere waren zuvor jedoch in einem Zuchtbetrieb in winzigen Käfigen gehalten worden, obwohl sie teilweise 200 Kilogramm wogen. Die Behörden hatten die Tiere am Mittwoch in der Provinz Nghe An sichergestellt. Einer der Besitzer erklärte gegenüber der Polizei, er habe einige der Tiger in Laos gekauft, als sie noch ganz jung waren. Offenbar startete er dann zusammen mit anderen Leuten ein Zuchtprogramm mit den Tieren. Die Behörden ermitteln.

Die Provinz Nghe An an der Grenze zu Laos gilt als Hotspot für illegalen Wildtierhandel, speziell mit Tigern. In den vergangenen Jahren haben die Behörden in Vietnam immer wieder Fälle von illegaler Zucht, illegalem Handel sowie der Tötung von Tigern aufgedeckt. Begehrt sind die Knochen, aus denen eine Paste gekocht wird. Diese soll angeblich die Manneskraft stärken und bei gesundheitlichen Problemen wie Gelenkschmerzen helfen. Dem WWF zufolge werden Tiger als Art insgesamt als stark gefährdet eingestuft.