Sechs Tote nach Vorfall im südenglischen Plymouth

Bei einer Gewalttat in der südenglischen Stadt Plymouth sind laut Polizei sechs Menschen ums Leben gekommen. Am Tatort seien die Leichen von zwei Männern und zwei Frauen entdeckt worden, wurde in der Früh mitgeteilt. Eine weitere Frau sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Bei dem sechsten Toten handle es sich vermutlich um den Tatverdächtigen. Alle Opfer hätten offenbar tödliche Schusswunden erlitten. Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund aus.

“Kerl mit Schrotflinte“

In welcher Verbindung der mutmaßliche Täter und die Opfer standen, blieb zunächst unklar. Eine Augenzeugin sagte der BBC, sie habe Schreie und mehrere Schüsse gehört. Der Täter habe die Tür eines Hauses eingetreten und das Feuer eröffnet. Dann sei er weggerannt und habe auf Menschen auf der Straße geschossen. Ein weiterer Zeuge beschrieb den Täter als einen „schwarz gekleideten Kerl mit einer Schrotflinte“.

Die britische Innenministerin Priti Patel nannte die Tat „schockierend“. Sie rief die Anrainer auf, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Polizei zu folgen. „Meine Gedanken sind bei den Betroffenen“, schrieb Patel am Abend auf Twitter. Sie sei mit dem zuständigen Polizeikommissar in Kontakt. Der Chef der oppositionellen Labour-Partei Keir Starmer, sprach von einer „Tragödie“. Die Zeitung „Times“ berichteten unter Berufung auf nicht genannte Quellen, es könnte auch ein kleines Mädchen zu den Opfern gehören. Eine Bestätigung dafür gab es aber nicht.