Israel bittet wegen Waldbrands Ausland um Hilfe

Die israelische Regierung hat um internationale Hilfe im Kampf gegen einen schweren Waldbrand nahe Jerusalem gebeten. Nach Angaben des israelischen Feuerwehr- und Rettungsdienstes wurden durch den Brand binnen zwei Tagen bereits rund 2.000 Hektar Land zerstört.

Große Waldbrände in Israel

Westlich von Jerusalem mussten mehrere Dörfer wegen Waldbränden evakuiert werden. Viele Straßen mussten wegen der Feuer in Israel gesperrt werden.

Hunderte Feuerwehrleute, ein Dutzend Löschflugzeuge und ein Hubschrauber waren im Einsatz, um die sich ausbreitenden Flammen einzudämmen. Der Brand war am Sonntag in den bewaldeten Hügeln westlich von Jerusalem ausgebrochen. Hunderte Familien mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch eine Psychiatrie musste evakuiert werden.

Griechenland und Zypern hätten bereits zugesagt, Löschflugzeuge nach Israel zu schicken, sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums. Darüber hinaus seien noch weitere Länder mit der Bitte um Hilfe kontaktiert worden, darunter Italien und Frankreich.

Südfrankreich kämpft gegen Brände

Mit einem enormen Aufgebot hat die Feuerwehr in Südfrankreich den Kampf gegen mehrere große Waldbrände fortgesetzt. „Alle meine Unterstützung gilt den 650 Feuerwehrleuten, die diese Nacht zum Schutz der Bevölkerung mobilisiert sind“, sagte Innenminister Gerald Darmanin, der die betroffene Region heute besuchen will.

Vorangegangen waren den Bränden eine Hitzewelle und große Trockenheit. Alleine zu einem Brand in Gonfaron in den Bergen unweit von Saint-Tropez seien 430 Feuerwehrleute ausgerückt, bis zum Einbruch der Dunkelheit seien sie von Löschflugzeugen unterstützt worden, teilte die Zivilschutzbehörde mit. Verstärkung sei auf dem Weg.

Wie der Sender BFMTV berichtete, vernichteten die Flammen bereits ein Gelände von rund 2.800 Hektar, angefacht wurden sie von kräftigem Wind. Mehrere Landstraßen mussten gesperrt werden. Zuvor hatte die Feuerwehr in Marseille auf Twitter über einen Brand auf einem Bergzug außerhalb der Stadt berichtet, zu dem rund 100 Löschkräfte mit 40 Fahrzeugen ausgerückt seien. Menschen gerieten in dem unbewohnten Gelände nicht Gefahr.