Ölteppich im Golf von Mexiko nach Hurrikan „Ida“ entdeckt

Im Golf von Mexiko ist nach dem Hurrikan „Ida“ ein großer Ölteppich entdeckt worden. Mitarbeiter der US-Küstenwache bemühten sich gestern (Ortszeit), das in den Gewässern vor Port Fourchon im US-Bundesstaat Louisiana treibende Öl mit Absperrungen und Abschöpfvorrichtungen aufzufangen. Der Ölteppich mit einem Umfang von mehr als sechs Kilometern habe noch nicht die Küste erreicht, berichtete die Zeitung „Houston Chronicle“.

Das texanische Unternehmen Talos Energy entsandte Reinigungsschiffe und Taucher in das Gebiet. Das Einsatzteam habe eine Pipeline, „die sich nicht im Besitz von Talos befindet“, als Quelle für das Ölleck identifiziert, teilte das Unternehmen mit.

Die rund 30 Zentimeter starke Pipeline sei von ihrem ursprünglichen Standort auf dem Meeresgrund verschoben worden, dabei möglicherweise verbogen worden und habe nun ein Leck.

„Außerdem wurden in der Nähe zwei nicht zu Talos gehörende Leitungen identifiziert, die ein offenes Ende haben und anscheinend früher aufgegeben wurden“, erklärte das Unternehmen weiter. Der Hurrikan „Ida“ war vor rund einer Woche mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde durch Louisiana gezogen und hatte dort beträchtliche Schäden angerichtet. Später wurde „Ida“ zum Tropensturm herabgestuft und wütete im Nordosten der USA weiter.

New Yorks ältestes Gebäude verwüstet

Die Ausläufer des Hurrikans beschädigten auch das älteste Gebäude der Millionenmetropole New York stark. Das berichteten US-Medien gestern. Das Wyckoff House, heute ein Museum und vor der Pandemie eine beliebte Touristenattraktion, stand mehr als einen Meter unter Wasser, wie Aufnahmen des Fernsehsenders ABC zeigten.