Österreichischer Buchpreis: Shortlist mit Schmalz und Baar

Vier Autorinnen und ein Autor stehen auf der Shortlist für den mit 20.000 Euro dotierten Österreichischen Buchpreis 2021: Neben Ferdinand Schmalz’ Debütroman „Mein Lieblingstier heißt Winter“ sind auch Anna Baar mit „Nil“, Daniela Chana mit „Neun seltsame Frauen“, Olga Flor mit „Morituri“ sowie Raphaela Edelbauer mit „Dave“ nominiert. Die Preisverleihung findet am 8. November statt.

Baars „Nil“ lobt die Jury als „kleinen, verspielt hintersinnigen Roman über die Kraft wie die Untiefen guter Geschichten“. Chana stellt laut Begründung „seltsame Frauen und Fantasien, neun Musen-Assoziationen ins Zentrum ihrer weiblichen Erkundungsprosa“.

„Galliger Witz“ und Abgründe der Gegenwart

Edelbauer erzählt laut Jury „elegant und pointiert, mit galligem Witz, Lust an der Anspielung und immer wieder verblüffenden Wendungen von der Ohnmacht des einzelnen in einer Diktatur der Weltverbesserer“. „Die kunstvolle Sprache von Flors Roman ‚Morituri‘ lässt den Abgrund österreichischer Gegenwartsrealität, den sie auf das Korn nimmt, noch schauriger und tragikomischer scheinen“, urteilt die Jury.

Bei Schmalz lobt die Jury „die umgangssprachlich anmutenden elliptischen und oft abgerissenen Sätze“. Seinem Debütroman gelinge es, „die Hilflosigkeit des Individuums als Partikel in einem gnadenlos ignoranten gesellschaftlichen Kosmos darzustellen“.

Albinus, Felnhofer und Gatzmaga hoffen auf Debütpreis

Auf der Shortlist für den mit 10.000 Euro dotierten Debütpreis stehen – wie bereits vorab bekanntgegeben – Anna Albinus mit „Revolver Christi“, Anna Felnhofer mit ihrem jüngst erschienenen Episodenroman „Schnittbild“ sowie Clemens Bruno Gatzmaga mit „Jacob träumt nicht mehr“.

Der Österreichische Buchpreis wird vom Kulturministerium, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet. Im Vorjahr ging die Auszeichnung an Xaver Bayer für sein Buch „Geschichten mit Marianne“, der Debütpreis an Leander Fischer für seinen 780 Seiten schweren Roman „Die Forelle“.