USA spendeten 200 Mio. Impfdosen

Im Kampf gegen Covid-19 haben die USA nach eigenem Bekunden bereits 200 Millionen Impfdosen an 100 Länder weltweit geliefert. „Heute haben die Amerikaner 200 Millionen Gründe, stolz zu sein“, sagte ein hoher Beamter des Weißen Hauses.

Die Arbeit sei aber noch lange nicht beendet. Um das Auftreten neuer Varianten zu verhindern, müsse die Welt weiter impfen. Die USA stellten neben Impfstoffen auch Coronavirus-Tests, Sauerstoff und medizinische Ausrüstung bereit, hieß es weiter.

WHO: Spenden statt Booster

Die Impfkampagne in den USA selbst kommt nur sehr langsam voran. Bisher sind dort 57,1 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft. US-Präsident Joe Biden setzt daher auf weitreichende Impfpflicht.

Gleichzeitig gibt es in den USA Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen. Diese Booster für die allgemeine Bevölkerung werden etwa von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert.

Die WHO rief Regierungen, die viel Impfstoff haben, dazu auf, von solchen Angeboten abzusehen. Sie sollten ihre Dosen stattdessen an Länder abgeben, die noch nicht genügend Impfstoff haben.

Vier Mio. Impfdosen auf Halde

Die europäischen Spendenpläne stocken indes offenbar wegen bürokratischer Hürden seitens der Impfstoffhersteller. Einer entsprechenden Kritik Deutschlands hat sich auch Österreich angeschlossen, das allerdings erst nächstes Jahr wieder „größere Impfstoffspenden“ plant.

Bisher habe die „Inflexibilität der Hersteller“ verhindert, „dass schon in Österreich lagernde Dosen unkompliziert an Spendenländer gehen können“, teilte das Gesundheitsministerium der APA mit.

Zwar liegen in Österreich derzeit mehr als vier Millionen Impfdosen auf Halde, für Spenden kommen aber nur gut 400.000 Dosen von AstraZeneca infrage, weil die Behörden die mRNA-Impfdosen für Auffrischungsimpfungen sowie weitere Erst- und Zweitimpfungen vorbehalten wollen.

Durch die Einführung der „3-G“-Pflicht am Arbeitsplatz und die erwartete Zulassung von Impfstoffen für unter Zwölfjährige könnten die aktuell sehr niedrigen täglichen Impfraten wieder steigen.