Südkorea kündigt Rückkehr zur Normalität an

Südkoreas Präsident Moon Jae In kündigte für November eine „allmähliche Rückkehr zum normalen Leben“ nach der Pandemie an. Während einer Haushaltsrede im Parlament heute sagte Moon, dass der Schulunterricht in Klassenzimmern wieder vollständig aufgenommen werde und auch Gemeinschaftszentren für Seniorinnen und Senioren auf Normalbetrieb umstellen würden.

Gleichzeitig betonte der 68-Jährige, dass einige epidemiologische Maßnahmen auf absehbare Zeit weiterhin in Kraft bleiben werden, darunter die Maskenpflicht. Am Samstag hatten Südkoreas Gesundheitsbehörden verkündet, über 70 Prozent der Bevölkerung von rund 52 Millionen vollständig geimpft zu haben.

Die im Februar begonnene Impfkampagne lief zunächst schleppend an, nahm jedoch aufgrund gestiegener Impfstofflieferungen in den letzten Monaten deutlich Fahrt auf.

Viele Tests, schnelle Kontaktverfolgung

Südkorea ist bisher im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Die täglichen Infektionszahlen blieben dank vieler Tests und schneller Kontaktverfolgung der Behörden durchgehend niedrig, ohne dass jemals flächendeckende Lockdowns verhängt wurden.

Seit diesem Sommer jedoch kämpft das Land mit einer vierten CoV-Welle, im Zuge derer sich die täglichen Infektionszahlen wieder deutlich erhöht haben. Heute meldeten die Behörden 1.423 Ansteckungen und 21 Todesfälle. In Südkorea leben knapp 52 Mio. Menschen.